Von Grizzlybären zum Bau
Die spannende Story über die berufliche Laufbahn von Thomas

Klingt lustig, ist aber so: Lest hier die spannende Story über die berufliche Laufbahn von unserem i+R Bau Mitarbeiter Thomas, der nach seiner Matura eine Maurer-Lehre absolvierte. Und nun folgt die nächste Stufe auf der Karriereleiter:

Im Grunde war es Thomas (28) in die Wiege gelegt. Schon als Kind war der Wolfurter handwerklich begabt. Eigentlich die perfekte Ausgangslage für eine Karriere im Baugewerbe. Doch für Thomas sollte das Leben noch einige Umwege bereithalten. Erst nach Matura, Militär und einem Semester an der Uni fand er mit der Lehre i+R Bau zu seiner Bestimmung. 

Es hätte auch anders kommen können. Vor zehn Jahren schloss Thomas den naturwissenschaftlichen Zweig am BORG Lauterach mit der Matura ab. Seine Facharbeit schrieb er über Grizzlys. Nach dem Abstecher beim Militär ging es ab nach Innsbruck. Geografie und Sport im Lehramt sollten es werden. Geschichte kam hinzu. Nicht unbedingt ein Wunschfach. „So viele Zahlen, fast nichts anderes. Das war absolut nicht meines“, sagt er rückblickend. Auch der streng strukturierte Plan des Studiums kam ihm nicht entgegen. Und so stellte er sich selbst vor die Wahl und fand bei uns seinen Traumjob. Familie und Freunde waren bald überzeugt. Es wussten schließlich alle, dass Thomas am Bau bestens aufgehoben war. Einzig die Frage nach der körperlichen Anstrengung bekam er mehrmals zu hören. „Klar ist es anstrengend, doch das gehört dazu. Dafür wird einem auf der Baustelle mit all den verschiedenen Arbeiten nie langweilig“, sagt Thomas.

 

Schritt für Schritt nach oben
Matura und Studium waren keineswegs versäumte Zeit. „Fast alles, was ich irgendwann gelernt habe, hat mir in der einen oder anderen Situation weitergeholfen“, sagt Thomas. Der Altersunterschied zu den anderen Lehrlingen machte ihm nichts aus. „Die anderen waren 16, ich 21. Wir sind immer gut miteinander ausgekommen.“ Seit dem Abschluss ist Thomas meist mit Polier Erich Loretz und Vorarbeiter Christian Stemer auf Baustellen im ganzen Land beschäftigt.

Schon seine erste, am ehemaligen Maggi-Areal in Bregenz, bot große Herausforderungen. „Es war ein extrem heißer Sommer, in der Baugrube bis zu 55 Grad“, erinnert sich Thomas. Das Betonieren der Bodenplatte war unter diesen schwierigen Umständen nicht einfach – vor allem fürs erste Lehrjahr. Beim Bau einer Schiffswerft in Kressbronn kam er erstmals mit großen Fertigteilen in Berührung. Heute zählen sie zu seinem täglichen Geschäft. Etage für Etage geht es damit in die Höhe, wie zuletzt auf einer Großbaustelle im Millennium Park in Lustenau. Dort sprang Thomas ein und leitete das Gewerk. Elf Leute hatte er dabei unter sich. Vorarbeiter war er erstmals eineinhalb Jahre nach Lehrabschluss. „Mal hatte ich zwei, mal acht, nun sogar schon elf Leute unter mir. Mir wurde schon bald viel zugetraut, da kam mir sicher auch mein Vorwissen zugute.“ Das sieht auch Bauleiter Klaus Drexel so: „Thomas wusste von Anfang an, was er erreichen möchte. Mit seinem Fleiß, seiner Hilfsbereitschaft und seiner verlässlichen Art ist er eine große Bereicherung für unser Team.“

Im März wird Thomas die Bauhandwerkerschule an der HTL Rankweil abschließen. Gut möglich, dass bald der nächste Schritt auf der Karriereleiter folgt.